Tribuenen

Tag des offenen Denkmals auf der Rennbahn Hoppegarten am 09. September

Die Rennbahn Hoppegarten lädt alle Interessierten ein, am Tag des offenen Denkmals am Sonntag, den 09. September, die Rennbahn zu erleben. Es gibt in der Zeit zwischen 11:00-17:00 Uhr Führungen mit einem Blick hinter die Kulissen mit Inhalten wie Baugeschichte, Denkmalinstandsetzung, Rennsport, Wetten und historische wie aktuelle Anekdoten. „Entdecken, was uns verbindet“ – unter diesem Motto steht der Tag des offenen Denkmals, der bereits zum 26. Mal durchgeführt wird.

Erstmalig ist in diesem Jahr die Rennbahn Hoppegarten am Tag des offenen Denkmals aktiv dabei. Mit seinen 207 ha ist die Rennbahn Hoppegarten so groß wie der Tiergarten in Berlin. 2013 wurde die Anlage offiziell zum „Baudenkmal nationaler Bedeutung“ erklärt. Die Kombination aus denkmalgeschützten Gebäuden in Verbindung mit einem beeindruckenden Baumbestand eingebettet in die schöne Natur des Märkisch-Oderland-Kreises sind beeindruckend – und das direkt vor den Toren der Hauptstadt.

Die mächtigen Tribünen wurden in den 1920er Jahren errichtet und versprühen historischen Charme. Um dieses einmalige Ensemble an Gebäuden zu erhalten und für weitere Nutzungen im Rahmen von Renntagen und für Events wie Konzerte noch besser nutzbar zu machen, bewilligte der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages in seiner Sitzung am 27. Juni 2018 einen Zuschuss von insgesamt 4,25 Mio. Euro für Denkmalsanierungsmaßnahmen. Ein wesentliches Ziel der Rennbahn Hoppegarten ist es, die historische Substanz in Gänze instand zu setzen und zu erhalten. Darunter Gebäude wie die bereits erwähnten Tribüne, der Zielrichterturm, der Musik-Pavillon u.v.m.

Im Jahr 1868 gegründet und zwei Kilometer außerhalb der Stadtgrenze in Brandenburg gelegen, ist die Rennbahn Hoppegarten als älteste und flächenmäßig größte Sportstätte der Hauptstadtregion eine Ur- Berliner Institution. Hoppegarten entwickelte sich schnell zur führenden Galopprennbahn und Trainingsstätte und wurde als „Zentrale des deutschen Rennsports“ bekannt. Bis zum Jahr 1945 beheimatete es vier der fünf deutschen klassischen Rennen. Bis zur Wiedervereinigung 1990 lag Hoppegarten auf dem Gebiet der DDR und war daher von Pferden und Besuchern aus West-Berlin, der Bundesrepublik Deutschland sowie der westlichen Welt weitgehend abgeschnitten.

Nach der Privatisierung im Jahr 2008 hat sich Hoppegarten zur dynamischsten Rennbahn Deutschlands in Bezug auf die Zuschauer, Wettumsätze und Sponsoren entwickelt. Höhepunkt des international besetzten Rennprogramms sind fünf Gruppe- und sieben Listen-Rennen, darunter der im August ausgetragene „Longines Grosser Preis von Berlin“.

Mit dem Beschluss des Haushaltsausschusses sind 50% der erforderlichen Mittel von 8,5 Mio. Euro zur weiteren Denkmalsanierung sichergestellt. Es laufen Gespräche mit dem Land Brandenburg bezüglich einer Co-Finanzierung der Restsumme.

Pferde wird man allerdings am Tag des offenen Denkmals, wenn überhaupt, eher zufällig auf der Rennbahn erleben. Dazu hat man an den letzten beiden Renntagen der Saison am 03. und 07. Oktober wieder Gelegenheit. An beiden Renntagen startet das 1. Rennen jeweils um 13:30 Uhr und mehrere tausend Besucher werden die Jockeys mit ihren Pferden bejubeln, wenn Sie mit 60 km/h an der Haupttribüne vorbeipreschen.

Die Rennbahn Hoppegarten „verbindet“ die Menschen – am 09. September mit der Geschichte der letzten 150 Jahre und am 03. sowie 07. Oktober mit einer fesselnden Sportart auf einem der wohl schönsten Denkmäler in Deutschland.

Der Tag des offenen Denkmals wird bundesweit durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz koordiniert und hat zum Ziel, die Öffentlichkeit für die Bedeutung des kulturellen Erbes zu sensibilisieren und Interesse für die Belange der Denkmalpflege zu wecken. Die Rennbahn Hoppegarten führt den Tag des offenen Denkmals in Zusammenarbeit mit dem Kulturverein „Grünes Tor“ Hoppegarten e.V. durch.

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