Warum wetten?

Erst durch die Wette erschließt sich der ganze Reiz des Galopprennsports. Zwar wird man nie mit Bestimmtheit voraussagen können, welches Pferd siegen und welches platziert sein wird, aber die meisten Zuschauer, die zum Wettschalter gehen, setzen mit Methode: Manch einer macht eine regelrechte Wissenschaft daraus und berechnet schon im Vorfeld die Form eines jeden Pferdes, andere lassen sich vom Aussehen und Verhalten der Pferde im Führring inspirieren und wieder andere können die vielfältigsten Gründe benennen, die zuweilen auch an Aberglaube grenzen. Eines jedoch steht fest: Pferdewetten sind weitaus spannender als jede Tombola – und wenn Sie sich lediglich deshalb für ein bestimmtes Pferd entscheiden, weil Ihnen seine Farbe oder sein Name gefällt.

Und genau darin liegt die Faszination: Sie werden beim Galopprennen nicht nur Zeuge eines sportlichen Ereignisses von hohem ästhetischen Wert – denn was gibt es Schöneres, als die Vollblüter über den Rasen fliegen zu sehen! – sondern sind direkt und aktiv daran beteiligt, wenn „Ihr“ Pferd, auf das Sie gesetzt haben, an den Start geht.

Unterstützen Sie Galopprennsport und Vollblutzucht

Ursprünglich ging es darum, den Galopprennsport aus den Wetten zu finanzieren, denn die Rennvereine dürfen 25 Prozent des Wettumsatzes einbehalten, woraus wiederum anteilig Rennpreise und Betriebskosten der Rennbahn finanziert werden. Heute sind die Veranstalter mehr und mehr auf private Investoren und Sponsoren angewiesen. Deren Engagement dient zusammen mit den Wetteinnahmen dem Erhalt und der Förderung der Vollblutzucht. Seit dem frühen 18. Jahrhundert werden Englische Vollblüter – ursprünglich eine Anpaarung orientalischer Hengste an leichte englische Stuten – rein gezüchtet. So kann man heute die Abstammung eines jeden Englischen Vollblüters lückenlos auf einen der drei Stammväter Darley Arabian, Godolphin Barb oder Byerley Turk und einen Genpool von ungefähr 40 Stammstuten zurückführen. Die Pferde, die strikt nach ihrer Rennleistung für den Zuchteinsatz ausgewählt werden, dienten in den letzten Jahrhunderten nicht nur dem Selbstzweck der Hervorbringung von Rennpferden, sondern wurden als Veredler eingesetzt. Ohne den Englischen Vollblüter ist das moderne Sportpferd nicht denkbar.

Über Technik und Quoten

Abgewickelt wird das Wettgeschäft mit dem Elektronentoto, einer Computeranlage mit sich gegenseitig kontrollierenden Rechnern plus Notstromaggregat. Alle Wettschalter sind daran angeschlossen und darüber hinaus mit einem externen Zentralrechner verbunden, der auch die "Vorwetten" aus den Wettannahmestellen außerhalb der Rennbahn einrechnet. Das Grundprinzip ist, daß der Wetter seinen Schein selbst ausfüllt und an einer der Kassen abgibt. Dort wird er dann von einem Computer-Terminal gelesen und abgestempelt.

Die Gewinnquoten werden im Anschluss an das Rennen nach dem Zurückwiegen der Jockeys bekannt gegeben, denn dann erst ist die Protestfrist abgelaufen. Damit wird der zuvor verkündete vorläufige Richterspruch endgültig. Angegeben werden die Quoten auf der Basis eines Einsatzes von 10 €. Beispiel: Wenn die Quote in der Siegwette 50:10 beträgt, dann bekommt derjenige, der 10 € gesetzt hat, 50 € ausgezahlt. Daraus errechnet sich: Wer beispielsweise mit 2 € Einsatz dabei war, erhält 10 €, und wer 100 € investiert hat, bekommt 500 €.

Normalerweise gibt es für jedes Rennen sechs Quoten: Eine für die richtige Siegwette, eine für die Zweierwette, eine für die Dreierwette und drei für die jeweiligen Pferde in der Platzwette. Bei Rennen, in denen die Platz-Zwilling-Wette gespielt werden kann (Voraussetzung: mindestens acht Pferde am Start), ergeben sich zusätzlich noch drei Quoten für den Platz-Zwilling.

Eine Anleitung zum Ausfüllen
Ihres Wettscheins finden Sie hier.

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