Pedroza Bollow Wöhler

Trainer Andreas Wöhler (rechts) mit Jockey Eduardo
Pedroza, Hein Bollow (von links) (© galoppfoto.de)

Skype-Interviews mit den Top-Trainern Andreas Wöhler und Markus Klug zum 46. Comer Group International Oleander Rennen am 14. Mai in Hoppegarten Interview geführt von Heiko von Glahn, Rennbahn Hoppegarten

Welche Bedeutung hat das Oleander-Rennen Ihrer Meinung nach für den deutschen Rennsport?

Andreas Wöhler: Es ist mit das tragendste Steherrennen in Deutschland, also über einen längeren Weg. Wir hatten da bisher in der Vergangenheit viel Glück gehabt.

Markus Klug: Für mich hat es eine sehr große Bedeutung, weil es mittlerweile ein Gruppe II Rennen ist. Und wir haben über extremen Steherdistanzen nur zwei Grupperennen in Deutschland. Das eine ist das St. Leger und eben das Oleander-Rennen.

Sie haben zwei Pferde am Start am Wochenende. Wie sind die in Form?

Andreas Wöhler: Beide machen einen sehr guten Eindruck. Bei „Rocky“ (ROCK OF ROMANCE) hat man beim letzten Start gedacht, dass er für eine bessere Platzierung in Frage kommt, bloß das war auf dem Boden zum Schluss halt schwer. Und bei RED CARDINAL ist es so, dass wir immer eine sehr gute Meinung von ihm haben. Er macht einen frischen, knackigen Eindruck und könnte auch ein Pferd für den Endkampf sein.

Klug

Markus Klug trainierte den Galopper des Jahres 2014,
SEA THE MOON (Foto: galoppfoto.de) (© galoppfoto.de)

Markus Klug: Negatives gibt es eigentlich nicht viel zu berichten über meine Starter. Das einzig negative ist, dass ich, wenn ich persönlich vor Ort war, noch nie ein Rennen in Hoppegarten gewonnen habe. Aber meine Pferde sind beide gut drauf. Near England ist noch nicht gelaufen dieses Jahr, hat aber gut gearbeitet und ist von meinen Pferden das mit dem größten Potenzial. Die BEBE CHERIE hatte schon einen Start dieses Jahr. Das kann von Vorteil sein. Sie ist aber natürlich Außenseiter in diesem Feld, das muss man fairerweise sagen. Wir hoffen natürlich, dass sie ähnlich gut läuft wie letztes Jahr, dann können wir wenigstens über eine Platzierung sprechen. NEAR ENGLAND ist von meinen Pferden schon das stärkere Pferd. Sie hat das St. Leger gewonnen. Ich bin mir auch sicher, dass sie auch 400 Meter weiter kommt, also über 3.200 Meter. Beide Pferde sind gut drauf, haben gut gearbeitet. Die Gegner sind stark, aber wir sind ganz zuversichtlich.

Auf welchen Ihrer beiden Starter würden Sie mein Geld setzen?

Andreas Wöhler: Ja gut, der „Rocky“ hat keine leichte Aufgabe vor sich, bloß haben wir für ihn auch keine großen Alternativen. RED CARDINAL ist einfach von der Klasse ein sehr, sehr gutes Pferd.

Markus Klug: NEAR ENGLAND.

Wir in Hoppegarten freuen uns natürlich über das besonders große Starterfeld. Wie sehen Sie so ein großes Starterfeld?

Andreas Wöhler: Ich finde, irgendwo hat es ja seine Vor- und Nachteile. Zum einen hat das Rennen in der Vergangenheit schon gezeigt, dass es manchmal sehr bescheiden vom Tempo her gelaufen wird. Durch die Anzahl der Starter und auch durch die ausländischen Gäste, hoffe ich, dass das eine dementsprechende Steherprüfung wird.

Markus Klug: Ja, also sehr ungewöhnlich. Ich musste mich schon sehr wundern. So viele Starter in einem Gruppe II Rennen in Deutschland, ich weiß gar nicht, ob wir das überhaupt schon mal hatten. Ich kann mich zumindest nicht daran erinnern. Ich glaube, auf einer Bahn wie in Hoppegarten und über diese Distanz ist es kein Problem mit so vielen Startern. Da habe ich überhaupt keine Bedenken. Ich freue mich einerseits natürlich, dass es in Deutschland so ein großes Gruppe II Rennen gibt. Andererseits, natürlich aus eigener Sicht, würde man sich vielleicht den einen oder anderen Konkurrenten weniger wünschen. Aber ja, so ist es nun mal.

Wo sehen Sie Ihren Hauptkonkurrenz?

Andreas Wöhler: NEARLY CAUGHT von Hughie Morrison ist schon ein Konkurrent mit einer sehr guten Form und lief auch beim letzten Start sehr ordentlich.

Markus Klug: NEARLY CAUGHT ist natürlich eine harte Nuss. Das muss man ganz ehrlich sagen. Wenn er seine Form bringt, dann wird er schwer zu schlagen sein.

Eine Frage noch zu Hoppegarten. Was war für Sie das einprägendste Erlebnis in Hoppegarten oder was mit Hoppegarten zu tun hatte?

Andreas Wöhler: Das Einprägendste war eigentlich der erste Renntag überhaupt, weil das war noch sehr abenteuerlich seinerzeit. Ich weiß auch noch mit unserer Anreise, mitten in der Nacht in Berlin ein Hotel zu finden, also in Ostberlin. Die Jugendherberge in der Nähe der Rennbahn war auf einmal überfüllt und ausgebucht. Wir waren mit heißen Favoriten im Hürdenrennen vor Ort, die auf einmal aber auch keine Chance mehr hatten.

Markus Klug: Ich habe zwei meiner größten Erfolge auf der Bahn gehabt ... „Er war nur nicht da“ (ergänzte Herr Schöningh flachsend). Die Erfolge waren das Oleander-Rennen zu gewinnen und beim Preis der Deutschen Einheit. Leider war ich nicht selbst vor Ort. Auch der zweite Platz im Großen Preis von Berlin war ein schönes Erlebnis und das auch noch mit dem Pferd „BERLIN BERLIN“. Das war 2014 und das war ein ganz tolles Erlebnis für mich.

Berlin-Hoppegarten zum Irish Raceday am 14. Mai

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