Sandbahn

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Geläuf & Startmaschine

Sandbahnrennen in Hoppegarten?

Zur Saisoneröffnung am 2. April staunten viele Gäste und Aktive nicht schlecht, als die Pferde im ersten Rennen beim Galoppieren einigen Sand aufwirbelten. "Ich dachte, die Sandbahnsaison ist vorbei!" witzelte ein erfahrener Trainer. Was war geschehen?

Gegen Ende der Saison 2016 haben wir uns entschieden, die ca. sechs Meter breite Laufspur der Runden Bahn, die Zielgerade und die Trainierbahn in halber Breite intensiv zu besanden. Vorher wurde die Stellen mit dem Verdi-Drain tiefengelockert - hierbei werden bis zu 12 cm tiefe, schlanke Löcher in den Boden gedrückt. Der aufgebrachte Sand wurde vor Beginn der Saison in die Löcher eingeschleppt. Ziel dieser Maßnahme ist es, eine tiefe Verwurzelung der Gräser zu erreichen und somit eine strapazierfähige Grasnarbe zu schaffen, von der im Rennen wenig "hochfliegt". Außerdem werden Verdichtungen und Staunässe im Boden beseitigt, das Geläuf wird elastischer.

Leider wurde im Herbst an einigen Stellen zu viel Sand aufgetragen. Dieser ließ sich nicht mehr komplett einschleppen oder entfernen, ohne dass wir riskiert hätten, die um diese Jahreszeit noch empfindliche Grasnarbe zu beschädigen. Zusätzlich verschärft wird die Problematik mit der spät einsetzenden Wachstumsphase in Hoppegarten. Da der Boden vor dem Renntag recht feucht war, haben wir auf eine Bewässerung verzichtet, damit die Bahn auf keine Fall rutschig war. Hier haben wir uns für die Sicherheit und nicht für die Optik entschieden. Dies führte in den Rennen zu den durch die Pferdehufen aufgeworfenen, trockenen Sand.

Das Geläuf wurde von der Rennbahnprüfungskommission vor dem Renntag abgenommen, ebenso wurde es am Renntag von der Rennleitung begutachtet. Andreas Meissner, Sprecher der Rennleitung: "Mit einem Bodenwert von 4,2 was das Geläuf gut und elastisch, trotz der ungewohnten und unschönen Staubwolken war der Boden trittfest und für die Pferde und Reiter ohne Einschränkung sicher und praktikabel. Das bestätigten nach den ersten beiden Rennen mehrere namhafte Jockeys gegenüber der Rennleitung. Nichtstarter aufgrund der Bodenverhältnisse waren keine zu verzeichnen. Auch das spricht für die Geläufsbedingungen am ersten Renntag."

Bis zum Renntag am Ostersonntag wird die Bahn intensiv gewässert, gewalzt und gedüngt. Mit höheren Bodentemperaturen wird der noch auf der Oberfläche liegende Sand durch das frisch einsetzende Gras- und Wurzelwachstum gebunden. Ohne einen Wachstumsschub wird zwar immer noch kein optisch optimaler Zustand erreicht werden, aber die Bahn bietet ansonsten perfekte Bedingungen für eine sichere Durchführung der Rennen. Wir sind zuversichtlich, durch die Besandung eine weitere Verbesserung des Hoppegartener Geläufs zu erreichen. In ein paar Wochen werden sich alle Aktiven und Gäste der Rennbahn über eine auch optisch ausgezeichnete Bahn und tolle sportliche Höhepunkte freuen.

Startmaschine

Bedauerlicherweise versagte in den ersten beiden Rennen die Startmaschine ihren Dienst und die Rennen mussten mit der Flagge gestartet werden. In der Kalenderwoche 12 wurde die Startmaschine komplett durchgeprüft und die Rennbahnkommission hat sich von der einwandfreien Funktionsfähigkeit überzeugt. Der Fehler lag an einem defekten Ladegerät. Dieses haben wir erneuert, wir haben zusätzliche Ersatzbatterien angeschafft und werden die Startmaschine in Zukunft am Morgen eines Renntags prüfen, sodass dieser Fehler nicht mehr auftreten kann.

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